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Leider erst heute entdecke ich eher zufällig unter der Überschrift “Miki = Wiki und Magazin” einen Blogbeitrag von Jörg Hoewner in dessen Agenturblog Moderne-Unternehmenskommunikation.de. Der Inhaber der Agentur K12 in Düsseldorf beschäftigt sich in dem Beitrag mit dem MIKI und seiner Anwendbarkeit vor allem auch aus Sicht der Nicht-Designer. Anlass war ein Artikel im aktuellen Value-Magazin mit dem Titel “Jeder sein eigener Gutenberg“.
Jörg Hoewner hat sich das MIKI angesehen und ausprobiert. So hat er festgestellt, was aus seiner Sicht gut und was verbesserungswürdig ist. Das ist immer wertvoller Input, für den ein Startup mehr als dankbar sein sollte. Denn allzu oft bleiben solche Feedbacks irgendwo “hängen”, bilden zwar Meinungen, aber helfen den Machern nicht wirklich weiter.
Herr Hoewner hat völlig Recht, wenn er noch eine Reihe von gut durchdesignten MIKIs vermisst. Wir stehen am Anfang und strengen uns an, gerade auch die professionellen oder ambitionierten Magazinmacher für das MIKI zu gewinnen. Aber Beispiele, wohin die Reise geht, gibt es schon.
Er liegt auch völlig richtig, wenn er den experimentellen Charakter einiger Beispiele feststellt und sich einfache Designvorlagen wünscht, die es auch dem Nicht-Designer ermöglichen, effektvolle und gut gestaltete MIKIs zu erstellen. Die gibt es übrigens. Sie können als “Musterseiten” beim Anlegen einer jeden neuen Seite ausgewählt werden. Dort kann auf von Dritten bereitgestellte Templates ebenso zurückgegriffen wie auf eigen angelegte. Freilich muss und wird da noch mehr kommen an Designvorlagen für die unterschiedlichsten Ansprüche…
Wichtig erscheint mir aber, auch auf eines hinzuweisen: Mit dem MIKI entsteht nicht nur ein Onlinemagazin, kollaborativ und “schwarmintelligent”. Es entsteht eine ganze Welt voller Onlinemagazine. Und genau darin liegt eigentlich der Reiz und das Innovative. Mit wachsendem Input, sei es von professioneller, sei es von ambitionierter, privater Seite wächst der Pool an MIKI-Contents, die von anderen wiederum genutzt werden können, um daraus neue Zusammenstellungen, neue Onlinemagazine zu formen. Ergänzt mit eigenen Inhalten wird so ein neuer Inhalt mit individuellem Wert geschaffen: Jeder, der auf diese Weise Contents anderer zusammenstellt wird wiederum zum Redakteur und bietet seinen Lesern den Mehrwert der von ihm getroffenen Auswahl. Selektion nach Zielgruppe. So funktioniert Social Bookmarking, so funktionieren Empfehlungslisten bei Amazon, last.fm oder anderswo.
Und damit sind wir beim zentralen Punkt in Jörg Hoewners Beitrag:
Die nächste Generation Online-Magazine sind gewiss mehr als ein Printmagazin ins Web gebracht plus Web2.0.
Es ist die mehr als berechtigte Frage nach dem Sinn und Nutzen der “Blättermagazine”. Dort ist das, was das MIKI ausmacht, eben gerade nicht möglich. Dort entsteht zwar bestenfalls optisch und technisch dynamischer, aber ansonsten unveränderlicher, damit statischer Inhalt: keine individuelle Selektion und Zusammenstellung, kein sharing mit der Community. Das ist einfach nur Publishing, aber eben kein Social Publishing: es entsteht eben kein kollektiver Mehrwert, oder das was Stowe Boyd in einem Beitrag kürzlich das “Web of Flow” genannt hat, als Weiterentwicklung des “Web of Pages”: Cluster von Content, zusammengestellt von mehreren zum Nutzen anderer. Es entsteht kein echter Dialog, der Nutzer bleibt passiver Konsument. Anders beim MIKI: Dort wird die Grenze aufgehoben. Der Konsument kann auf Wunsch Produzent werden: er stellt zusammen, er ergänzt, er “collaboriert”, er gibt weiter. Und statt einen angeblich homogenen Massenmarkt zu bedienen (den es längst nicht mehr gibt), ist das MIKI das Magazin der vielen Nischen.
Das MIKI ist der Versuch einer systematischen Weiterentwicklung heutiger Off- wie Online-Magazine jenseits der zumeist als herkömmlich bezeichneten Web2.0-Funktionen. Und damit hoffentlich für viele Menschen relevanter, nutzenstiftender und spannender als Blättermagazine oder PDF-Kataloge.
Jedes Bild einzeln hochzuladen, so füllt sich die eigene MIKI-Bibliothek nur langsam. Aus diesem Grund unterstützt die MIKI-Bibliothek schon seit Langem das Hochladen von ZIP-Dateien mit einer Größe von bis zu 10 MB. In einem Schritt können somit beliebig viele Bilder zur MIKI-Bibliothek hinzugefügt werden.

Nach erfolgreichem Hochladen erscheinen die Bilder aus dem ZIP-Archiv in der Bibliothek unter Meine Bilder.

Da das MIKI derzeit nur PC-kompatible ZIP-Archive akzeptiert, müssen MIKI-Autoren unter Mac OS X einen kleinen Trick anwenden, um PC-kompatible ZIP-Dateien erstellen zu können. Mit den ZIP-Dateien, die mit der Archivierungsfunktion des Finders erstellt wurden, kann das MIKI zurzeit nichts anfangen. Eine kleine aber wirkungsvolle Lösung ist das Programm YemuZip, das man sich als PrivatanwenderIn kostenlos herunterladen kann. Nach der Installation von YemuZip kann es dann auch gleich losgehen: